• Andreas Koop

Tipps gegen Feuchtigkeit im Auto

Feuchtigkeit gibt’s nicht nur in der Wohnung, auch im Auto kann das zum Problem werden. Die aktuelle Wetterlage macht es für uns Autobesitzer nicht einfacher. Wer kennt es nicht nach einer kühlen Nacht sind alle Autofenster von innen beschlagen. Richtig an die Substanz geht es schließlich, wenn im Winter die Scheiben von innen gefrieren. Feuchtigkeit im Auto ist allerdings nicht nur lästig, sie ist meist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass mit dem Wagen etwas nicht stimmt.

Von innen beschlagene oder gefrorene Scheiben können vielerlei Ursachen haben. Das macht die Problemeingrenzung in der Regel langwierig und schwer. Damit Sie Feuchtigkeit in Ihrem Auto zielgerichtet bekämpfen können, hier eine kleine Anleitung mit den üblichen Verdächtigen.

Woher kommt die Feuchtigkeit?

Oft kommt die Feuchtigkeit durch die Schuhe ins Wageninnere. Besonders im Winter passiert dies häufig, wenn der Schnee an den Sohlen klebt und andere Fahrgäste ihn in den Wagen schleppen. Die beste und einfachste Prävention in diesem Fall: Vor dem Einsteigen gründlich die Schuhe abklopfen.

1) Dichtungen

Undichte Fenster- und Türgummis sind ebenfalls ein Einfallstor für Feuchtigkeit. Auch wenn es nicht unbedingt sichtbar hereinregnet, können hier kleine Mengen an Regen- und Tauwasser eindringen. Daher sollte man die Türgummis regelmäßig pflegen und ab und an nachschauen, ob die Fenster auch bis zum Anschlag hochgefahren sind.

2.) Schiebedächer

Im Alter werden die Dichtungen oft porös, Wasser kann auch hier eindringen. Durch die Abläufe in den A-Säulen wird dieses zwar durch die Karosserie abgeleitet, kann aber an unscheinbaren Stellen auch ins Wageninnere treten. Daher sollte man bei Feuchtigkeit im Wagen auch die Dichtigkeit des Schiebedaches prüfen, selbst wenn kein Wasserfleck an der Decke darauf hinweist.

2) Wärmetauscher

Defekte Wärmetauscher sind ebenfalls eine mögliche Quelle. Er wird mit heißem Kühlwasser gespeist stellt sozusagen einen Mini-Heizkörper dar, der sich hinter dem Armaturenbrett befindet und den Fahrgastraum beheizt. Im Alter kann er Lecks entwickeln, Kühlwasser tropft dann in den Innenraum. Allerdings ist der Austausch meist sehr aufwendig. Tipp: Sollte tatsächlich der Wärmetauscher Schuld an der Feuchtigkeit im Wagen sein, so müssten sie mit der Zeit auch einen unerklärlichen Kühlwasserverlust bemerken.

Was tun gegen beschlagene Autoscheiben?

Wer der Schuldige ist, weiß man jetzt vielleich. Aber wie bekomme ich die Feuchtigkeit wieder aus meinem Wagen raus?

Im Hochsommer bietet es sich natürlich an, den Wagen an einem sonnigen Plätzchen mit geöffneten Türen abzustellen und auslüften zu lassen. Im Moment sieht es aber keineswegs nach Hochsommer, geschweige denn nach Sonne aus.  Im Winter hilft es, mit dem Wagen eine längere Runde zu drehen, bis das Kühlwasser Betriebstemperatur aufweist, und anschließend sollten sie die Heizung voll aufdrehen. Gerade bei Feuchtigkeit im Fußraum sollten sie die Austrittsdüsen nach unten richten. Außerdem kann das Anstellen der Klimaanlage die Trocknung unterstützen, da diese der Luft Feuchtigkeit entzieht.

Ist der Wagen richtig aufgeheizt und getrocknet, stellt man ihn noch ein paar Minuten bei geöffneten Türen ab, um die Feuchtigkeit auszulüften. Natürlich nur wenn das Wetter mitspielt. Gegebenenfalls muss die ganze Prozedur ein paar Mal wiederholt werden. Der ultimative Tipp vom KFZ- Meister: Zeitung in den Fußraum auslegen. Denn das Altpapier saugt die Feuchtigkeit auf.

Die Autoscheiben sollten auch von innen regelmäßig gereinigt werden, denn an sauberen Scheiben kondensiert weniger Feuchtigkeit.

Unsere Tipps im Überblick

Beim Einsteigen auf trockene Schuhe achtenTürgummis und Schiebedach auf Dichtigkeit prüfenAuf Kühlwasserverlust achtenAuto gut beheizen und nach dem Fahren auslüftenScheiben innen regelmäßig reinigenZeitungspapier!

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© 2019 - Andreas Koop

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