• Andreas Koop

Autobahngebühren, Maut und Vignetten – Was muss ich wissen?

Egal, wohin die Reise geht: Autofahrer sollten sich vor Reisebeginn über die Mautbestimmungen im jeweiligen Urlaubsland informieren. In Europa gibt es so Einiges zu beachten und Verstöße können teuer werden.


Die wichtigsten Maut-Bestimmungen

In neun Ländern der EU gibt es eine streckenbezogene Maut. In Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien müssen Autofahrer eine Gebühr entsprechend der zurückgelegten Kilometer zahlen.

Auch in den Nicht-EU-Ländern Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, in der Türkei und in Weißrussland wird nach Entfernung abgerechnet. Generell ist nicht immer sie gesamte Autobahn mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren an der Mautstation.

In acht weiteren Ländern benötigen Autofahrer sowohl für Fahrten auf Autobahnen als auch auf Schnellstraßen eine Vignette: Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Vignetten gelten unterschiedlich lange. Zudem gibt es Länder, die eine Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe verlangen: etwa Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden.


Maut-Verstöße können teuer werden

Dabei kommt es nicht nur darauf an eine Vignette zu kaufen, sondern sie auch richtig an der Windschutzscheibe anzubringen. Sonst könnte es ein saftiges Bußgeld geben. In Slowenien drohen bis zu 800 Euro. Auch Österreich (ab 120 Euro), die Schweiz (190 Euro plus Vignettenkosten) und Tschechien (ab 185 Euro) bitten Mautsünder ordentlich zur Kasse.


Digitalisierung

Eine weitere Falle für Touristen ist die zunehmende Digitalisierung der Mautsysteme. Denn auch hier gibt es immer wieder aktuelle Neuerungen, wie zum Beispiel die Umweltplakette für Paris und andere französische Städte. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, muss mindestens 15 Tage vor Reiseantritt online eine Umweltplakette bestellen.


Elektronische Maut

Portugal und Polen setzen auf verschiedenen Streckenabschnitten auch auf elektronische Bezahlsysteme. DAs bedeutet, dass die gefahrenen Kilometer über einen zu erwerbenden Transponder erfasst werden. Für andere Länder z.B. Ungarn, Rumänien und die Slowakei hingegen benötigen Autofahrer eine sogenannte E-Vignette.

Seit November 2017 gibt es in Österreich neben der Klebevignette auch eine digitale Vignette. Aber aufgepasst! Diese ist erst 18 Tage nach der Bestellung im Internet oder über die App unterwegs gültig. In England (London), Irland (Dublin) und auch in Italien (nördlich von Mailand) gibt es Streckenabschnitte, für die sich alle Reisenden bereits vorab im Internet registrieren müssen.


Weitere Informationen gibt es beim ADAC unter folgendem Link:

https://www.adac.de/reise_freizeit/maut/

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© 2019 - Andreas Koop

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